Günther ist jedoch nicht nur Aufklärer und Mahner, wie er in seiner Autobiographie überzeugend dokumentiert. Er hilft seit mehr als einem halben Jahrhundert leidenden Menschen: als Mediziner, als engagierter Friedenskämpfer, als Organisator von Solidarität. Inspiriert wurde er insbesondere von Friedens-nobelpreisträger Albert Schweitzer, an dessen Seite er einst in Afrika arbeitete.Dessen Credo »Ehrfurcht vor dem Leben« ist auch das unerschütterliche Leitmotiv Siegwart-Horst Günthers, der immer zwischen den Grenzen lebte.\n\nSiegwart-Horst Günther, Jahrgang 1925, geboren in Halle. Abitur an der Dr. Karl-Peters-Schule in Berlin. Nach RAD Dienst in der Wehrmacht. Schwer verwundet aus Stalingrad ausgeflogen. Verhaftung im Umfeld des Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 und Haft im KZ Buchenwald.Medizinstudium und Habilitation 1954 an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1956 Berufung an die Universität Kairo, später Damaskus. Auf Einladung Albert Schweitzers ab 1963 Tätigkeit im Urwaldhospital Lambaréné. Seit Mitte der 60er Jahre ärztliche und wissenschaftliche Arbeit an britischen und schottischen Universitäten. 1990 Berufung an die Universität Bagdad. 1992 Mitbegründer der Kinderhilfsorganisation Gelbes Kreuz, dessen Präsident er ist. Seit 1998 Vizepräsident der Albert-Schweitzer-Akademie für Medizin und Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Träger vieler akademischer und internationaler Auszeichnungen, wiederholt zum \nNobelpreis vorgeschlagen.\nProf. Dr. h. c. (mult), Dr. med, habil., MD, Dsc., Ph. D. \nSiegwart-Horst Günther lebt in St. Peter-Ording und Berlin